Vom Mittelpunkt Mailands, dem Dom ausgehend, lief ich an sieben Tagen im Mai 2005 immer um 12 Uhr mittags jeweils auf eines der alten Stadttore zu, und darüber hinaus. Alle 21 Schritte schoss ich ein digitales Foto bis ich 350 aufgenommen hatte, die ich später zu einem Stop-Motion-Film animierte. Es entstand eine DVD mit sieben Filmen von sieben Wegen in Mailand, die topografisch aufgezeichnet eine konzentrische Struktur darstellen. Ein DVD-Booklet erläutert das örtliche und das zeitliche Raster, beinhaltet Karten, Uhrzeiten, Kilometer, Straßennamen und beschreibt Farben, Vorlieben und Assoziationen. Die dominierenden Farben des Projektes sind wie die Stadt Mailand selbst: pink und gold, trendy und edel, Plüsch und Prunk.

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»Warum heißt Mailand Mai-Land?«

 

Hat die italienische Stadt Mailand, die im Italienischen Milano heißt, etwas mit dem Monat Mai zu tun? Gibt es in dieser Zeit vielleicht etwas Besonderes, Auffälliges in dieser norditalienischen Metropole?

Ich widmete dieser Stadt den Monat Mai mit seinen 31 Tagen und ging auf die Suche nach dem Wesen Mailands. Mein Anliegen war es, diese Stadt systematisch zu erschließen und aufzuzeichnen. Nach einem örtlichen und einem zeitlichen Raster ging ich sieben Wege an sieben Tagen.