
[Dieses Foto mit dem Kreuz- oder Parallelblick betrachtet, ist der Raum dreidimensional, die Person aber »verschwindet«.]
Erstes Projekt im Rahmen der praktischen Ph.D.-Arbeit ist die stereofotografische Reihe »Gutenbergs Erbe im digitalen Zeitalter«. Ich möchte Menschen porträtieren, die im Bereich der selten gewordenen handwerklichen Schrift- und Papierindustrie sowie Buchproduktion arbeiten. Eingebettet werden soll eine kritische Gegenüberstellung der abstrakten Dimensionen analog und digital im grafischen Gewerbe. Ich möchte Grenzen aufbrechen zwischen 2D, 3D und 4D. 4D nenne ich den Raum-Zeit-Aspekt, der in den Stereo-Porträts durch die Anwesenheits/Abwesenheits-darstellung der Person im Raum visuell fassbar wird.
Bauhaus-Universität Weimar, Fakultät für Gestaltung,
Promotionsstudiengang »Ph.D. Kunst und Design«,
Thema: »Medienreflexive Studie zur Stereofotografie«
Im Rahmen meiner theoretischen Ph.D.-Arbeit möchte ich die Stereofotografie als künstlerisches und gestalterisches Medium beschreiben, hinterfragen und diskutieren. Dabei soll der Schwerpunkt weniger auf der kunst- und kulturhistorischen Dimension dieses einst sehr beliebten (Massen-)Mediums liegen, als vielmehr auf einer praxisbasierten, medientheoretischen Auseinandersetzung. Im Fokus soll der Einsatz stereoskopischer Anwendungen in gegenwärtigen künstlerischen und gestalterischen Positionen stehen, deren Beleuchtung an der Zeit ist.